Baum-Perlen

Man nennt sie auch das Gold des Waldes

Was sind Baumperlen?

Baumperlen wachsen am Stamm oder im Wurzelanlauf vieler heimischer Baumarten. Es sind knollenartige Auswüchse, die sich bilden, wenn ein Baum am Stamm eine Verletzung erlitten hat.  Dies kann ein abgebrochener Ast sein, aber auch andere Baumkrankheiten, wie Pilze oder Bakterien, die in die Rinde eindringen. Sofort setzt der Baum seine Selbstheilungskräfte in Gang, indem er mit geballter Heil-Energie beginnt, das Gewebe rund um die Verletzung zu umwuchern und diese wie einen Fremdkörper „abkapselt“. Diese „Wund-Umwallung“  kann zwischen fünf und fünfzig Jahre dauern, bis es zu einer Knolle zusammen gewachsen ist. Ist der Heilungsprozess abgeschlossen, löst sich die Knolle von selbst und wird vom Baum abgeworfen. Eine bereits abgeworfene Baumperle zu finden ist natürlich der Idealfall und auch ein Glücksfall und somit ein besonderes Geschenk der Natur.

Es gibt noch viele weitere Bezeichnungen dieser magischen Knollen wie:

Baumknollle, Baumling, Maserknolle, Druidenei, Schlangenei, Hexenei, Drachenei, Knorz, Baumperle, Baumkallus,  Wunderling, Gold oder Perken des Waldes… Ich persönlich nenne sie sehr gerne Energie-Perlen, Kraft-Perlen oder Glücks-Perlen.

Geheimnisvolle Knollen finden – Der Baumperlen-Blick

Sie wachsen an vielen heimischen Bäumen, wie Eiche, Feld-Ahorn, Linde, Kirsche, Erle, Birke und Weide. Oft sind die Knollen am Baum oft wie unsichtbar und gar nicht so leicht zu finden. Oft sind sie mit Moos überwuchert oder am Wurzelstamm im Boden versteckt. Für Laien nur schwer zu erkennen. Eine Zeitlang dachte ich, dass manche Menschen einfach einen Baumperlen-Blick haben.  Auch ist es so, dass man sie mehr spürt, als dass man sie sieht. So bedarf es tatsächlich ein wenig an Übung, bis man spürt, wo welche zu finden sein können.  Jemand der besonders sensitiv oder hellfühlig ist, spürt direkt die kraftvolle Energie, die von diesen Baumknollen ausgeht.

Symbolik als Kraft- & Energieträger

Baumperlen, Druiden-Eier, Drachenaugen und Schlangeneier sind als Symbol für die heilende Kraft des Baumes zu verstehen. Bereits der römische Gelehrte Plinius der Ältere (*25 bis †79), berichtet in seinen Schriften von einem Ei, das besonders bei den Galliern bekannt war und dass bereits die keltischen Druiden diese als hochkarätige, heilige Kraftgegenstände für ihre Rituale und Heilungszeremonien benutzt haben.

Achtsamkeit

Bei all der Faszination und Freude, die das Finden von Baumperlen auslösen kann, sollte man doch respektvoll mit der Natur umgehen und keine Knubbel mit Gewalt vom Baum entfernen. Lassen sie sich leicht heraushebeln oder mit der Hand abpflücken, fügt man dem Baum keinen Schaden zu. Knollen die sich nicht leicht lösen lassen, haben den Abnabelungsprozess noch nicht beendet und sollten am Baum belassen werden.

Mit den Hölzern in Verbindung treten

Wer achtsam mit der Natur umgeht und sie mit Respekt behandelt, der wird mit den Hölzern in Verbindung treten und fragen, ob sie mitgenommen werden und in Form vom Kraftobjekten weiterleben möchten. Meiner Erfahrung nach ist es so, dass, wer sich mit Achtung in der Natur bewegt und sich mit ihr verbunden fühlt, der wird diese Geschenke von der Natur bekommen. Er wird sich automatisch an bestimmte Orte hingezogen fühlen und ganz besondere Hölzer und Baumperlen finden. Wir würden diese nicht sehen, wenn sie nicht mitgenommen werden wollten.

Kayo-Matú

Rituelle Kunstobjekte inspiriert durch die Natur

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