Gedrehtes Zauberholz

Der Stenz in seiner Tradition ist ganz besonderes Holz. Sie gelten als besondere Mittler zwischen Natur und Mensch. Seit einigen Jahren fertige ich immer wieder Redestäbe, Kraftstäbe und auch Ritual-Rasseln aus Stenz Holz her, da diese in ihrer Besonderheit sehr kraftvolle Begleiter sein können. Ich arbeite vorwiegend mit diesem Holz und nenne es liebevoll mein „Gedrehtes Zauberholz“. Sie sind nicht ganz so leicht zu finden und ich bin überzeugt davon, dass sie einen finden und nicht umgekehrt. Wenn wir gezielt danach suchen, werden wir keine finden. Wenn wir uns jedoch dort orientieren, wo das gemeine Geißblatt wächst, dann könnten wir Glück haben…

Schon den Druiden waren sie als Heil- und Zeremonien Stäbe mit besonderen Kräften (Ähnlich der Baumknolle) bekannt. Diese besonderen Kräfte werden von sensitiven Menschen als eine Art von Beseeltheit gespürt, wodurch ihnen dadurch besondere Wirk- & Heilkräfte zugesprochen werden. Durch ihre „Beseeltheit“ besitzen sie die Fähigkeit, Energien in besonderer Weise zu bündeln und in heilwerdende Bahnen zu lenken.

Ganz traditionell wurden Stenze als Wanderstöcke bei den Zimmerleuten (Handwerkern) auf der Walz benutzt. Da gibt es eine besonders schöne Tradition. Es heißt, der Stenz findet seinen Besitzer und nicht umgekehrt.  Wenn man einen Stenz mitnimmt, so heißt es der Legende nach:

 Nehme und gebe“  und hinterlasse eine Kleinigkeit von Dir an der Stelle, wo du den Stenz gefunden hast!“

Auszug aus: „Aus Geist- & Magie hinter der Schamanentrommel“
©Kayo-Matú 2014

Ich persönlich nehme nur Stenze die bereits am Boden liegen und von bereits abgestorbenen oder gefällten Bäumen und hinterlasse als Dank ein paar Krümel von meinem Zeremonien Tabak.  Es versteht sich von selbst, diese nicht von noch lebenden Bäumen abzusägen!


Kayo-Matú

RitualARTwork – NativeART – IndigenousART – PaganART

Rituelle Kunstobjekte inspiriert durch die Natur